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Melvis

Namhafte Personen:
Protector: del Nolo Lucius Domenicus

Oberster Heerführer: Präjudicator Trayus Invictus

Geografische Lage, Wirtschaft:
Melvis liegt im Nordosten Whenuas. Im Westen wird es durch das Quarter Redis begrenzt. Diese Grenze wird durch das Quarter Ostarium durchbrochen, dessen östliche Hälfte von Melvis umschlossen wird. Im Norden und Osten begrenzt eine massive Gebirgskette das Quarter, hinter der die verbrannten Lande liegen. Im Süden liegt das Quarter Linsar.

Melvis hat keinen direkten Zugang zum Meer, ist aber durch die Flüsse Nauca und Cerul mit allen Hauptstädten und den wichtigsten Seehäfen im Süden und Westen verbunden. Entlang des Nauca gibt es zusätzlich eine befestigte Straße.

Im östlichen Gebirge liegt die Zwergensiedlung Krat’rha mit ihrem Außenposten Krat’rhun. Durch das Gebirge führt der einzige Pass in die verbrannten Lande, der von den Zwergen bewacht wird.

Das Quarter Melvis besitzt nur direkt an der Grenze zu Redis Flachland, das alsbald sanften Hügeln und einem typischen Vorgebirge weicht. Der größte Teil des Quarters liegt auf 800 Meter Seehöhe oder darüber. Deshalb ist auch der Norden von Melvis weniger von Dschungel bewachsen, da das Terrain höher liegt.

In den niedrigeren Lagen von Melvis kann Landwirtschaft betrieben werden, hier wird verschiedenes Getreide und Gemüse angebaut. Die meiste Fläche wird jedoch für die Viehzucht genutzt, hauptsächlich Schafe und Kühe.

Land und Leute:
Durch die hügelige Landschaft von Melvis ist es sehr schwierig, größere Städte zu bauen, darum leben die meisten Menschen in kleinen Dörfern, wo jeder jeden kennt. Die Familienbande sind stark und der Zusammenhalt innerhalb der Sippen legendär. Das ist auch notwendig, da die Viehzucht eine sehr aufwändige Wirtschaft ist. Viele Männer müssen den Sommer bei den Tieren verbringen, und betreiben auf den Almen kleine Sennereien, während ihre Frauen am Hof der Familie bleiben und diesen bewirtschaften. Auf diese Weise leben oft mehrere Generationen unter einem Dach.

Geschichtliches:
Die Hauptstadt Ostarium war die erste befestigte Stellung innerhalb Whenuas, aber Melvis war das erste Protectorat. Während seiner größten Ausdehnung, von 12a.C bis 26 a.P. trug es den Namen Groß-Melvis und umfasste das Gebiet des heutigen Redis und auch einiges Territorium des heutigen Linsar.

Der erste Protector von Melvis, Gaius Domenicus, proklamierte kurz vor seinem Tod die Eigenständigkeit seines Quarters, indem Redis als eigenständiges Quarter ausgegliedert wurde. Die Familie Domenicus führte das Quarter etwa 100 Jahre lang an. Zu dieser Zeit der letzten Versuche des Imperiums, Whenua zurück in den imperialen Verbund zu holen, wurde der Herrschaftssitz der Familie Domenicus zum Ziel eines Angriffs imperialer Agenten. Soweit damals bekannt wurde, starben alle Mitglieder der Herrscherfamilie während dieser Attacke. Daraufhin übernahm die Familie del Nolo den Titel des Protectors.

Als nach drei Generationen Achatius del Nolo den Titel des Protectors erbte, sollte er als unglücklichster Protector der Geschichte eingehen. Er verlor zwei Kinder, und danach noch einen weiteren Sohn, der gerade das Mannesalter erreicht hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Protector der Hauptstadt Gradum bereits den Rücken gekehrt und wohnte dauerhaft in seiner neu erbauten Sommerresidenz. Um den Tod seines Sohnes rankten sich wüste Gerüchte, und zuletzt wurde ein Wächter der Zeit namens Aldrea Charon geschickt, um dem Protector zur Seite zu stehen. Bald darauf geschah ein Wunder und dem bereits betagten Protectur wurde noch einmal eine Tochter geboren: Laetitia del Nolo.

Da Laetitia seine einzige Erbin war, setzte der Protector alles daran, seinen Titel auf sie zu übertragen, sollte er sterben und Laetitia noch nicht alt genug für eine Hochzeit sein. Er schloß Verträge mit den anderen Protectoren und seine Voraussicht machte sich bezahlt, zumindest fürs Erste. Unter der Vormundschaft von Aldrea Charon wuchs Laetita nach dem Tod ihres Vaters behütet auf.

Doch dann brach auch über die letzte del Nolo das Unglück herein. Im Jahr 205 a.P wurde sie das Opfer eines Kultisten, der sie durch Drogen willfährig machte, sodass sie ihn zum Mann nahm. Anschließend versuchte er, neue Anhänger für seinen Kult zu rekrutieren und schreckte selbst vor dem Paktieren mit Dämonen nicht zurück. Viele tapfere Helden mussten sterben, um diesem Schrecken Einhalt zu gebieten, und im ersten Moment sah es so aus, als würde sich für die Familie del Nolo noch alles zum Guten wenden. Doch an der südlichen Grenze, im Nachbarland Choros, braute sich Unheil zusammen, und Laetita sollte das erste Opfer des bevorstehenden Krieges gegen Choros werden. Mit Hilfe der mächtigen Re’Eldar, die in den verbrannten Landen leben, gelang es den in Choros beheimateten Kerdos, Laetita zu töten und sie durch einen Doppelgänger zu ersetzen.

Dieser Coup wurde durch Lucius Domenicus aufgedeckt, der als letzter Nachkomme der ursprünglichen Herrscherfamilie im Untergrund in Muel’Saahira gelebt hatte. Mit Argusaugen hatte er die Situation in Melvis verfolgt, und ergriff nun die Chance, seine Ansprüche auf den Titel des Protectors geltend zu machen.

Im Jahr 207 a.P., während des Turniers „Tage der Tapferkeit“, entlarvte er Laetitias Doppelgänger und erlangte vom Lordprotector Marvis ol Fer seinen angestammten Titel zurück.

Lucius Domenicus bezog seine angestammte Residenz in Gradum, der Hauptstadt von Melvis, was von der Bevölkerung sehr begrüßt wurde. Sein offen gelebter Glaube an Muel’sa sorgt nach wie vor für geteilte Meinungen, sowohl in Melvis als auch in den anderen Quartern.

Im Jahr 209 a.P. gründete Lucius Domenicus einen Orden der Kirche Muel’sas, der ihm – einer Leibgarde gleich – direkt unterstellt ist.

Hauptimport: Fisch, Leder, Pelze, feine Stoffe, Bier und Wein. Von den Zwergen (teilweise zum Weiterexport, teilweise zum Eigenverbrauch): Erze, Salz

Hauptexport: Wolle, Wollstoff, Garn, Fleisch, Käse

Religionen: Der Protector Lucius Domenicus fördert aktiv die Kirche des Muel’sa und innerhalb dieser den Orden von Melvis. Von Ostarium kommend fasst aber eine Gegenbewegung zu dieser Religion immer stärker Fuß, die einen Gott der Wahrheit und Reinheit anbetet.

Handelsrouten: Durch die Flüsse Nauca und Cerul sowie befestigte Handelsstraßen ist Melvis mit allen Hauptstädten und den wichtigsten Seehäfen verbunden. Zur Zwergensiedlung Krat’rhun führt ebenfalls eine befestigte Straße.

Militärstärke: Unter der Familie del Nolo hatte Melvis niemals mehr als die vorgeschriebenen 3 Legionen an Soldaten unter Waffen, doch spätestens seit Kriegsbeginn hat Lucius Domenicus kräftig aufgerüstet. Derzeit befehligt Melvis 6 Legionen, wovon eine dauerhaft am südlichen Limes in Linsar stationiert ist. Im Heer von Melvis findet man besonders viele Anhänger des Muel’sa und von diesen ist mehr als die Häfte untot.

Kultur: Die ländliche Kultur von Melvis ist stark ausgeprägt. Es gibt keine Theater oder Opern oder große Konzerte, nicht einmal in Gradum. Stattdessen neigen die Einwohner von Melvis zu Volksfesten, die zu jedem erdenklichen Anlass gefeiert werden. Bei solchen Gelegenheiten kommen gleich mehrere Dörfer zusammen und feiern den Frühling, den Herbst, die Ernte, Sonnenwende, Hochzeiten, Tod und Geburt.

Soziale Einrichtungen: Gradum besitzt, von der Kirche Muel’sas geführt, ein großes Waisenhaus, das weit über Melvis hinaus dafür bekannt ist, wie liebevoll und gut es für die Kinder sorgt. Sogar Lesen und Schreiben wird den Waisen dort beigebracht.

Der Protector finanziert aus seinen Steuereinnahmen einen Katastrophenfond, der Bauern hilft, die durch Unwetter oder Unfälle ihr Vieh oder ihren Hof verloren haben. Natürlich kann der Fond nicht einen kompletten Bauernhof ersetzen, doch für viele Familien bedeutet eine finanzielle Hilfe in Zeiten der Not den Unterschied zwischen Leben und Tod.

In ganz Melvis gibt es keine einzige Schule, dafür sehr viele Gouvernanten und Privatlehrer. Um höhere Bildung zu erhalten, werden die Kinder nach Ostarium geschickt. Der Protector selbst hat in seiner Residenz dem Vernehmen nach eine umfangreiche Bibliothek, die aber nicht öffentlich zugänglich ist.

Wissenschaftliche Einrichtungen: In der Zwergensiedlung Krat’rhun leben sehr viele Gnome, die dort mechanische Forschung betreiben und mit Kesseln und Wasserdampf scheinbare Wunder vollbringen können. Derzeit bemüht sich der Protector darum, einige dieser Mechaniker für die Entwicklung neuer Belagerungswaffen zu gewinnen.

Gerüchte: Zwischen Lucius Domenicus und seinem Cousin Marc Dunkelbruch, soll es Streit gegeben haben. Man ist sich nicht sicher, wie die beiden miteinander verblieben sind.
Lucius Domenicus hat angeblich während seiner Lehrzeit in Muel’Saahira einige Geheimnisse der Untoten erlernt. Er kann einem Menschen in die Seele schauen und – wer weiß – diese vielleicht sogar stehlen.

Laetitia del Nolo erstand nach ihrem Tod noch einmal als Untote auf, doch der Segen Muel’sas lag nicht auf ihr und ihre Seele war verdorben. Deshalb wurde ihr untoter Körper vernichtet.

Die alte Sommerresidenz der del Nolos ist verflucht und/oder von Dämonen bevölkert. Der Geist des lange verstorbenen Manus del Nolo soll dort noch immer ruhelos wandern.